Projekt

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Neuland – das Pionierprojekt als grosse Chance für Stadt, Kanton und Region

Die Olma Messen St.Gallen lancierten vor rund vier Jahren die Idee der «Überdeckung» des Ostportals des Rosenbergtunnels auf der A1 Stadtautobahn. Die «Landgewinnung» ermöglicht den Bau einer neuen Messe- und Eventhalle und einer erweiterten Messe-Infrastruktur.

Das Olma-Areal ist heute auf drei Seiten begrenzt, eine räumliche Entwicklung ist nur nach Osten möglich. Deshalb soll die heutige Halle 1, welche sich am östlichen Rand des Areals befindet und auch nicht mehr den aktuellen Ansprüchen genügt, zurückgebaut und durch eine neue Halle ersetzt werden. Um das Areal vollumfänglich nutzen und entsprechend erweitern zu können, muss die Stadtautobahn A1 überdeckt werden. Auf der neu geschaffenen Landfläche soll die neue Halle 1 entstehen. Da das Bundesamt für Strassen (ASTRA) zudem den Rosenbergtunnel ab 2019/2020 regulär umfassend sanieren muss, passt auch die zeitliche Planung optimal. So lassen sich Synergien nutzen.

Hallenneubau finanziert durch Olma Messen St.Gallen

Nach Machbarkeitsstudien und Testplanungen lag im letzten Dezember eine detaillierte und fundierte Kostenschätzung für die Überdeckung vor, welche die Erweiterung überhaupt erst möglich macht. Der Bau der Überdeckung soll rund 41.6 Mio. Franken kosten, die neue Halle 121.8 Mio. Franken. Die Genossenschaft Olma Messen ist in der Lage, den überwiegenden Teil davon selbst zu tragen (133.4 Mio. Franken). Für die fehlenden 30 Mio. Franken ist sie auf die öffentliche Hand angewiesen. Stadt und Kanton St.Gallen wollen sich mit 18 Mio. beziehungsweise 12 Mio. Franken beteiligen. Der Direktor der Olma Messen St.Gallen, Nicolo Paganini: «Es ist jetzt schon klar, dass der Hallenneubau den Löwenanteil der Kosten ausmachen wird. Diesen werden wir aus eigener Kraft finanzieren. Mit der Realisierung der Überdeckung möchten wir uns das nötige Land für die Weiterentwicklung sichern.»

Messestadt St.Gallen unter Druck

Während andere Messestädte in den letzten Jahren massiv in die Infrastruktur investierten, konnten in St.Gallen die notwendigen Erweiterungsinvestitionen über Jahre nicht getätigt werden. Das letzte grössere Projekt wurde 1999 mit der Inbetriebnahme der Halle 9 erfolgreich realisiert. Verschiedene Gründe machen eine Weiterentwicklung des Messeangebotes nun dringend nötig. Die Halle 1 ist nicht mehr zeitgemäss und deshalb bei Ausstellern unbeliebt. Die Nachfrage nach Veranstaltungsorten ist grösser als das Angebot und wird in Zukunft noch zunehmen. Hier tun sich grosse Chancen für die Region und die Olma Messen St.Gallen auf.

Marktpotenzial besser ausnutzen

Mit der erweiterten Infrastruktur wird das vorhandene Marktpotenzial besser ausgeschöpft werden können. Der Verkauf von mehr nachgefragten Flächen bei bestehenden Messen wie der OLMA und der Tier&Technik wird möglich. In den meist nachgefragten Zeiträumen für Kongresse, Events und Personalfeste zwischen Februar und Mai sowie jeweils zwischen September und Ende November können neu mehr Parallelnutzungen angeboten werden. Zudem werden Events möglich, für die die Olma Messen St.Gallen bisher nicht über die entsprechenden Räumlichkeiten verfügten wie zum Beispiel für Grosskonzerte oder Grossevents wie Sportveranstaltungen.

Gewinn fürs Quartier

Für das Quartier bedeutet der Neubau eine Heilung des massiven Geländeeinschnitts rund um die Autobahn und eine Attraktivitätssteigerung des Areals rund um die Olma Messen St.Gallen. Zusätzlich profitiert das Quartier von reduzierten Lärmemissionen aufgrund der Autobahnüberdeckung. Das geplante Konzept berücksichtigt den Langsamverkehr, verzichtet auf zusätzliche Parkplätze und reduziert den Besucherverkehr durch eine zusätzliche Garageneinfahrt.

Projekt wird zur öffentlichen Sache

Äussern sich das Stadtparlament und der Kanton St.Gallen positiv zur Finanzierung, unterliegt das Vorhaben dem obligatorischen Referendum. Die städtische Volksabstimmung ist im März 2018 vorgesehen. Bis dahin ist zudem die Einleitung des erforderlichen Einzonungsverfahrens für die Überdeckung sowie die Bestimmung und die Vorbereitung des Architektur-Konkurrenzverfahrens für den Hochbau erledigt. Die für den Bau nötige Zonenplanänderung liegt in der Hoheit des Stadtparlaments. Auf der Basis der Einzonung werden dann die Dienstbarkeiten zwischen dem ASTRA, den Grundeigentümern Stadt St.Gallen und den Olma Messen St.Gallen geregelt und so die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Projekt geschaffen. Nach erfolgter Umzonung können dann die Bewilligungsverfahren für die Autobahnüberdeckung, die Hochbauten und die Umgebung an die Hand genommen werden.

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